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Fruchtbare Erde -
das schwarze Gold des Gärtners

Zur Geschichte der gärtnerischen Bodenbearbeitungsgeräte

9. April bis 15. Oktober 2016

 

Erde - das ist nicht nur der Name des winzigen Planeten in den Weiten des Alls, den wir bewohnen. Erde nennen wir auch die hauchdünne Schicht belebten Bodens, die Grundlage für alles Pflanzenwachstum und damit letztlich unserer Existenz ist.

„Der Boden ist eines der kostbarsten Güter der Menschheit.“ So formuliert es die Europäische Bodencharta von 1972, die den Schutz und die Erhaltung des Bodens und seiner Fruchtbarkeit zum überregionalen politischen Ziel erklärt. Angesichts der heutigen Flächenverluste durch Versiegelung sowie der Belastungen durch Übernutzung und Schadstoffeinträge könnte man glauben, Politik und Gesellschaft hätten dieses Ziel aus den Augen verloren. Waren die Gärtner früherer Zeiten etwa weiser als wir? Jedenfalls wussten sie um den Wert einer nachhaltigen, schonenden Bodenbearbeitung. Und sie wussten, wie die Fruchtbarkeit nicht nur erhalten, sondern sogar vermehrt werden konnte: durch die stetige Anreicherung der Erde mit Humus, dem schwarzen Gold des Gärtners.

Anhand zahlreicher grafischer Darstellungen und traditioneller Handgeräte gibt die Ausstellung Einblick in die gärtnerische Bodenbearbeitung, erläutert überkommene Methoden wie Rigolen und Holländern, und regt vielleicht den geneigten Besucher dazu an, seine eigene Gartenerde als Schatz zu betrachten, der gehegt und gepflegt sein will.

© gruppe 2, Götz und Hundbiss, Büro für Garten- und Landschaftsplanung, D-89257 Illertissen

 

Sammelkarte Félix Potin, ca. 1900, Der Spaten

:: Sammlung Museum der Gartenkultur, Illertissen::