Museum der Gartenkultur

:: Vergangene Ausstellungen ::

Scharfe Sachen -
Die Geschichte der gärtnerischen Schneidegeräte
11.4.2015 - 31.10.2015

Messer, Sicheln, Scheren und Sägen: Die beeindruckende Entwicklungsgeschichte dieser gärtnerischen Schneidegeräte dokumentierte die Ausstellung „Scharfe Sachen“.

Beginnend mit den ersten bäuerlichen Kulturen in der Jungsteinzeit nutzten Menschen Sicheln mit hölzernen Griffen und Schneiden aus Feuerstein. Die Herstellung von Klingen aus Metall, zunächst aus Bronze, später aus Eisen, markiert einen bedeutenden technischen Fortschritt. Der römischen Antike verdanken wir die Erfindung der Veredelungstechniken von Weinreben und Obstbäumen mit den dazugehörigen Hippen und Sägen. Vergleichsweise spät fanden die verschiedenen Scherenformen Eingang in die Gartenkultur. Hecken- und Raupenscheren sind seit dem 17. Jahrhundert nachweisbar, die klassische Gartenschere, auch Baum- oder Rosenschere genannt, wurde erst im frühen 19. Jahrhundert erfunden.

Die Ausstellung zeigte zahlreiche faszinierende Exponate, von handgeschmiedeten, reich verzierten Heckenscheren der Barockzeit bis zur modernen Hochleistungs-Handsäge. Sie vermittelte nicht nur einen Eindruck von der oft mühevollen Arbeit in Feld und Garten, sondern führte auch die hohe Handwerkskunst und den erstaunlichen Erfindungsgeist von Gärtnern und Werkzeugschmieden vor Augen.

 

Gartenwelten
11.10.2014 - 4.1.2015

In der Doppelausstellung war die an der Hochschule Karlsruhe konzipierte Wanderausstellung "Ikonen der Gartenarchitektur" bei uns zu Gast. Neben der gartenarchitektonischen Vielfalt im Modell gab es auch "Botanische Kunst" zu sehen. Die Künstler Alfons Alt und Beate Sellin öffneten Einblicke in ihre ganz unterschiedliche Sicht der Pflanzenwelt.

 

Ikonen der Gartenarchitektur im Modell
Studierende der Hochschule Karlsruhe haben im Fach Freiraumplanung „Ikonen der Gartenarchitektur“ in Modellen dargestellt. Durch diese Studienaufgabe sollte eine analytische Auseinandersetzung mit Gartenanlagen unterschiedlicher Epochen angeregt werden. Im Laufe von drei Semestern entstand eine Sammlung, die von der ägyptischen Antike über Renaissance und Barock, Moderne und Postmoderne bis zu ganz aktuellen Projekten reicht.

Botanische Kunst
Ein weiterer Ausstellungsbereich der "Gartenwelten im Museum der Gartenkultur" widmete sich der "Botanischen Kunst". Beate Sellin, Heidelberg, und Alfons Alt, Marseille, sind sich - auch aus ganz unterschiedlichen künstlerischen Richtungen kommend - in den Illertisser "Gartenwelten" erstmals persönlich begegnet. Die Künstlerin, die Fotografisches malt, und der Fotograf, der sein Medium mit der "Rhetorik der Malerei" erhöht, hatten ihren botanischen Kunstpfad gemeinsam angelegt.

Alfons Alt: HORTUS, Altotypien www.alfons-alt.com
Beate Sellin: Malerei BLÜHEND - FRUCHTIG www.beatesellin.de

Künstlicher Regen –
die Geschichte der Gießgeräte
12.4. - 7.9.2014

Pflanzen brauchen regelmäßig Wasser. Das Gießen gehört daher zu den wichtigsten Arbeiten in der Gärtnerei. Im 15. Jahrhundert gelang es mit der Erfindung des Gießtopfes erstmals, das tropfenweise Niederfallen des natürlichen Niederschlags zu imitieren: künstlicher Regen für zarte Gewächse, die den Schwall aus dem Krug schlecht vertragen. Bald folgte die Gießkanne in vielfältigen Ausformungen und für unterschiedliche Anwendungsbereiche in Freiland, Mistbeet und Gewächshaus. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich allmählich der aus Gummi gefertigte Wasserschlauch durch. Erkonnte direkt an eine Druckwasserleitung oder Pumpe angeschlossen werden und ersparte das schwere Schleppen und zeitaufwändige Nachfüllen der Kannen. Eine grundlegende Rationalisierung brachte schließlich die Entwicklung automatischer Regneranlagen.
Die Ausstellung „Künstlicher Regen“ im Museum der Gartenkultur versammelt von April bis September 2014 rund 800 beeindruckende Sammlungsstücke aus der Geschichte der gärtnerischen Gießgeräte.


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